Kurzbeschreibung

Schwangerschaft und Hernien

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Während einer Schwangerschaft verändert sich der Körper erheblich. Durch das Wachstum des Kindes steigt der Druck im Bauchraum, gleichzeitig wird das Bindegewebe durch hormonelle Veränderungen elastischer. Diese Anpassungen können die Bauchwand belasten und die Entstehung oder Vergrösserung einer Hernie (Bauchwandbruch) begünstigen.

Hernien während oder nach einer Schwangerschaft sind nicht ungewöhnlich und können beispielsweise als Nabelbruch oder als Folge einer ausgeprägten Rektusdiastase auftreten. Viele Veränderungen sind gut behandelbar, sollten jedoch fachärztlich beurteilt werden, um mögliche Risiken richtig einzuschätzen.

Bei Chirurgie Beider Basel beraten wir Frauen mit Bauchwandproblemen rund um Schwangerschaft und Geburt individuell und einfühlsam. Gemeinsam beurteilen wir, ob eine Beobachtung, konservative Behandlung oder operative Versorgung sinnvoll ist.

Typische Beschwerden

Eine Hernie während oder nach einer Schwangerschaft kann unterschiedliche Beschwerden verursachen. Manche Brüche bleiben zunächst unauffällig, während andere deutlich spürbar sind.

Typische Beschwerden sind:

  • Sicht- oder tastbare Vorwölbung am Bauch oder Bauchnabel
  • Druck- oder Ziehgefühl im Bereich der Bauchwand
  • Schmerzen bei Belastung, Husten oder Heben
  • Zunehmende Beschwerden im Verlauf der Schwangerschaft
  • Gefühl einer instabilen Bauchmitte
  • Einschränkungen bei körperlicher Aktivität
  • Kombination mit einer Rektusdiastase

Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, einer verhärteten Vorwölbung oder Übelkeit sollte eine rasche ärztliche Abklärung erfolgen.

Diagnose und Behandlung

Die Beurteilung einer Hernie erfolgt durch ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung der Bauchwand. Je nach Situation kann eine Ultraschalluntersuchung ergänzend eingesetzt werden, um die Grösse und Beschaffenheit des Bruches genauer zu beurteilen.

Während der Schwangerschaft wird eine Operation in der Regel nur dann empfohlen, wenn es medizinisch notwendig ist. Viele Hernien können zunächst beobachtet und nach der Geburt erneut beurteilt werden.

Nach Abschluss der Familienplanung oder bei anhaltenden Beschwerden kann eine operative Versorgung sinnvoll sein. Dabei wird die Bauchwand stabilisiert und die Hernie dauerhaft verschlossen. Besonders wichtig ist eine individuelle Planung, da Faktoren wie die Anzahl der Schwangerschaften, eine bestehende Rektusdiastase und persönliche Belastungen berücksichtigt werden müssen.

Bauchwandchirurgie mit Verständnis für besondere Lebensphasen

Bauchwandveränderungen nach Schwangerschaften können körperlich und emotional belastend sein. Eine persönliche Beratung hilft dabei, die richtige Entscheidung zum passenden Zeitpunkt zu treffen.

Bei Chirurgie Beider Basel kombinieren wir spezialisierte Erfahrung in der Bauchwandchirurgie mit einer einfühlsamen Betreuung. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu lindern, die Stabilität Ihrer Bauchwand wiederherzustellen und gemeinsam mit Ihnen eine sichere und nachhaltige Behandlung zu planen.

faq

Antworten für eine sichere Entscheidung

Werde ich sofort operiert?
Normalerweise nicht, es sei denn, es handelt sich um einen Notfall (z.B. Abszess). Ansonsten besprechen wir erst in Ruhe die Behandlungsmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteile und mögliche Risiken einer Operation.
Wo findet die Operation statt?
Die Operationen führen wir je nach Indikation entweder in unserem Praxis-OP in Lokalanästhesie durch oder sowohl ambulant als auch stationär in der Merian Iselin Klinik in
Basel.
Wie lange dauert die Genesung?
Über die Genesungszeit kann keine allgemeine Aussage getroffen werden. Diese ist sehr individuell und hängt sowohl vom Eingriff als auch von Ihrem beruflichen Anforderungsprofil ab. Durch. moderne, minimalinvasive Verfahren ist die Genesungszeit meistens kurz. Dies wird ebenfalls im Erstgespräch ausführlich mit Ihnen diskutiert.
Welche Versicherungen werden akzeptiert?
Wir behandeln Patientinnen und Patienten aller Versicherungsklassen und auch Selbstzahler aus dem In- und Ausland. Sollten Sie eine HMO-Versicherung haben benötigen Sie allerdings eine Überweisung Ihres Hausarztes, damit die Kosten von der Krankenkasse übernommen
werden.
Was passiert beim ersten Beratungsgespräch?
Wir hören uns Ihre Beschwerden an und untersuchen Sie. Anschliessend werden Ihnen die Befunde erklärt sowie die möglichen Behandlungsformen aufgezeigt. Nicht immer entspricht die Verdachtsdiagnose auch dem Befund. Ausserdem ist es auch oft so, dass es keiner Operation bedarf. Dies besprechen wir in Ruhe mit Ihnen und nehmen uns Zeit für Ihre
Fragen, so dass Sie zum Schluss verstehen, was Sie haben und welches für Sie die richtige
Behandlung darstellt.