
Hämorrhoiden sind zunächst nichts Krankhaftes: Jeder Mensch hat sie. Es handelt sich um ein gut durchblutetes Gefässpolster am Übergang vom Enddarm zum After, das mithilft, den Darm zuverlässig abzudichten. Erst wenn sich dieses Polster vergrössert, absinkt und Beschwerden verursacht, spricht man von einem Hämorrhoidalleiden.
Begünstigt wird die Vergrösserung vor allem durch starkes Pressen beim Stuhlgang, chronische Verstopfung, ballaststoffarme Ernährung, überwiegend sitzende Tätigkeit, Übergewicht sowie durch Schwangerschaft und Geburt. Auch eine familiäre Bindegewebsschwäche spielt eine Rolle. Hämorrhoidalleiden sind sehr häufig – viele Betroffene warten jedoch lange, bevor sie sich Hilfe holen.
Bei Chirurgie Beider Basel klären wir Beschwerden im Analbereich diskret, einfühlsam und ohne Zeitdruck ab. Wir besprechen mit Ihnen offen, welche Behandlung in Ihrer Situation sinnvoll ist – und beginnen dabei immer mit der schonendsten wirksamen Massnahme.
Ein Hämorrhoidalleiden zeigt sich sehr unterschiedlich. Manche Betroffene bemerken nur gelegentlich Blut, andere fühlen sich im Alltag deutlich eingeschränkt.
Typische Beschwerden sind:
Starke Schmerzen sind für Hämorrhoiden eher untypisch und sprechen häufiger für eine Analfissur oder eine Analvenenthrombose. Blut ab After sollte grundsätzlich fachärztlich abgeklärt und nicht ungeprüft als Hämorrhoiden gedeutet werden, da auch andere Erkrankungen dahinterstecken können.
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Ihre Verdauung und Ihre Lebensgewohnheiten. Anschliessend folgen die Inspektion des Analbereichs, eine Tastuntersuchung und in der Regel eine Enddarmspiegelung (Proktoskopie). Diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten, findet direkt in unserer Praxis statt und ist meist gut auszuhalten.
Anhand des Befundes wird das Hämorrhoidalleiden in Schweregrade eingeteilt: von vergrösserten, nur bei der Spiegelung sichtbaren Polstern (Grad I) über Vorwölbungen, die beim Pressen austreten und sich von selbst oder von Hand zurückziehen lassen (Grad II und III), bis hin zu dauerhaft aussen liegenden Hämorrhoiden (Grad IV). Bei Blutungen kann je nach Alter und Risikoprofil zusätzlich eine Darmspiegelung empfohlen werden, um andere Ursachen auszuschliessen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und nach Ihren Beschwerden. Grundlage jeder Therapie ist die Stuhlregulierung: ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und ein Toilettenverhalten ohne langes Pressen. Salben und Zäpfchen lindern Symptome, beseitigen die Ursache aber nicht.
In der Praxis stehen uns schonende Verfahren ohne Narkose zur Verfügung, insbesondere die Gummibandligatur und die Verödung (Sklerosierung). Sie eignen sich vor allem für die Schweregrade I bis III und können bei Bedarf wiederholt werden.
Bleiben die Beschwerden bestehen oder liegt ein ausgeprägter Befund vor, ist ein operativer Eingriff sinnvoll. Je nach Ausgangslage kommen unterschiedliche Techniken infrage, etwa die gezielte Unterbindung der zuführenden Gefässe mit Raffung des Gewebes oder die Entfernung einzelner Hämorrhoidalpolster. Kleinere Eingriffe führen wir in unserem Praxis-OP in Lokalanästhesie durch, grössere Operationen ambulant oder stationär in der Merian Iselin Klinik in Basel.
Beschwerden im Analbereich sind für viele Menschen ein heikles Thema. Genau deshalb nehmen wir uns Zeit, erklären jeden Schritt und behandeln Sie so zurückhaltend wie möglich und so konsequent wie nötig.
Bei Chirurgie Beider Basel verbinden wir proktologische Erfahrung mit moderner Diagnostik und einer einfühlsamen Betreuung. Unser Ziel ist es, Ihre Beschwerden dauerhaft zu lindern und Ihnen ein unbeschwertes Alltagsgefühl zurückzugeben.



